20.04.2010
Was kostet eine Ausschuss-Sitzung?
...schätzungsweise 8 Sitzungsgelder a 29 € und ein doppeltes Sitzungsgeld für den Vorsitzenden. Dazu kommen die Kosten für die Überstunden der Mitarbeiter der Verwaltung. Da kommt ein hübsches Sümmchen zusammen. Kleinvieh macht auch Mist.
Wozu halten wir uns noch den Sonderausschuss "Gymnasium"? Geht es doch bei der Sanierung in der Berliner Strasse nur noch um Restarbeiten. Und die kann der - fachlich dafür zweifellos qualifizierte -Bauausschuss im Rahmen seiner ohnehin stattfindenden Sitzungen ohne besonderen Aufwand mit erledigen.
Daher: Keine Sitzungen dieses Ausschusses mehr! Sonderausschuss auflösen, lieber heute als morgen!
Übrigens.........: Der Abwicklungsstab, der die Unterstützung der Olympischen Spiele 1936 durch die Deutsche Wehrmacht zu bearbeiten hatte, wurde 1944(!) aufgelöst...........
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26.02.2010
Vorsitz Kulturausschuss
Im November hat unser Fraktionsvorsitzender, Stadtverordneter Eberhard Schröder, sein Amt als Vorsitzender des Kulturausschusses nieder gelegt. Die Gründe hierfür sind bekannt.
Die Fraktion hatte ebenfalls zu dieser Zeit die Trennung des Haupt- und des Planungsausschusses beantragt und begründet. Zugleich sollten, auch um den Aufwand zu begrenzen, Kulturausschuss und Sozialausschuss zusammen gelegt werden, zumal zahlreiche Gemeinsamkeiten beider Ausschüsse bestehen. Dieser Antrag hat keine Mehrheit gefunden, obwohl dem von uns beschriebenen Zustand im derzeitigen Haupt-und Planungsausschuss offensichtlich in erheblichem Umfang (verständlicherweise nicht seitens der CDU) zugestimmt worden ist.
Dies, sowie die mittlerweile eingetretene Entwicklung der Lage haben die Fraktion nach reiflicher Überlegung und intensiver Debatte bewogen, auf das Vorschlagsrecht nicht zu verzichten und ihren Fraktionsgeschäftsführer, Stadtverordneten Jürgen Heitmann, für das Amt vorzuschlagen.
Vorhalte hierzu nehmen wir in Kauf. Da müssen wir durch. Im Übrigen: Wie sagte schon Adenauer, wenn er eine geänderte Lage sah, aufgrund derer gehandelt werden mußte? "Was stört mich mein Geschwätz von gestern." Und viele Jahre später hat Herr Müntefehring Ähnliches u.a. zum Umgang mit Koalitionsaussagen geäußert.
16.01.2010
Am 16.Januar hat Schwarzenbek einen Neujahrsempfang gegeben, „Aufwendiger und schöner als jemals zuvor“, wie die Bergedorfer Zeitung vom 14.Januar titelte Haben unsere Oberen beim Neujahrsempfang sich in der Nachfolge des großen Königs gesehen oder ging es einfach frei nach dem Motto: „Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich`s gänzlich ungeniert.“? Hier noch einige Anmerkungen: 09.12.2009 Bundeswirtschaftsminister a.D. Prof. Karl Schiller läßt grüßen: Mi - Fri - Fi tut not! Die FWS-Fraktion hat zur Vorbereitung der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung eine Anfrage an den Bürgermeister gerichtet. Darin wird um Auskunft gebeten, ob eine Reihe von Vorhaben, die im Falle der Realisierung jeweils sechs- bis siebenstellige Summen erfordern, in eine Mittelfristige Finanzplanung aufgenommen worden sind. U.a. handelt es sich dabei um die Verlegung der Grundschule, einen Ersatz für den Jugendtreff und die Herrichtung der 5. Kindertagesstätte, insgesamt sieben Projekte.
Die Fraktion weist insbesondere darauf hin, dass derartige Großvorhaben, ungeachtet der Frage, ob und wann sie angesichts der aktuellen Haushaltsmisere realisiert werden, frühzeitig zumindest als Platzhalter gesetzt werden müssen. Dies ist ein Gebot der Ehrlichkeit und Offenheit. Auf keinen Fall dürfen sie zukünftig „aus dem Hut gezaubert“ werden. Eine solche - solide - Planung ist auch wesentliche Bedingung für die Genehmigung von Krediten.
Die Kritik der Kommunalaufsicht an der fehlenden bzw. unsoliden Mittelfristigen Finanzplanung der Stadt muss uns eine Lehre sein! 10.11.2009 In eigener Sache: FWS gibt Ausschussvorsitz abAm 8. November haben der Vorsitzende des Kulturausschusses und sein Stellvertreter, unsere Stadtverordneten Eberhard Schröder und Jürgen Heitmann, ihren Rücktritt von diesen Ämtern erklärt. Was war geschehen? Im Laufe des Jahres hatte der Ausschussvorsitzende gemeinsam mit der Stadtverwaltung mit der Leitung des Turn- und Sportvereins Schwarzenbek bezüglich der Möglichkeiten und Grenzen einer Förderung des Vereins, auch gerade angesichts knapper Kassen, verhandelt. Er durfte hierbei von der Rückendeckung des Ausschusses ausgehen, zumal der Verein eine herausragende kulturelle und soziale Bedeutung für die Einwohner der Stadt und der Umgebung hat. In der Sitzung des Kulturausschusses am 2. November fanden unsere Vertreter, auch nach intensiven Verweisen Eberhard Schröders auf die möglichen Konsequenzen, keine Mehrheit für die ausgehandelten Ergebnisse. Eberhard Schröder, der ja auch Fraktionsvorsitzender der FWS ist, sah sich dadurch desavouiert, die Glaubwürdigkeit des Vorsitzenden als Verhandlungspartner des TSV beschädigt. Sein Rücktritt vom Ausschussvorsitz nachdem auch die Stadtverordneten-versammlung in der folgenden Sitzung gegen das FWS-Votum entschieden hat, war die logische Konsequenz. Jürgen Heitmann erklärte sich solidarisch und trat ebenfalls zurück. 06.11.2009 Millionen-Deal im Schnellschuß aus der HüfteNach der katastrophalen Niederlage Preußens in der Doppelschlacht bei Jena und Auerstedt 1806 ließ der Kommandant der Hauptstadt plakatieren: „Der König hat eine Bataille verlo(h)ren. Ruhe ist die erste Bürgerpflicht....“ Ganz anders in Schwarzenbek. Der Ukas des Landrats zur Haushaltsführung liegt druckfrisch seit wenigen Stunden vor, die Stadtverordneten hatten Minuten Zeit, wenn überhaupt, darüber nachzudenken, da soll bereits im Schnellschussverfahren ein Millionendeal als der große Heilsbringer durchgepeitscht werden. Ein Vorhaben, dessen Realisierbarkeit so schnell eben so wenig abgeschätzt werden kann wie Rechtsfolgen, sowie Folge- und Nebenkosten, ein Vorhaben, das sich schon bald als Luftbuchung erweisen kann. Die Stadt lebt seit 10 Monaten ohne Haushalt. Sollte da nicht 2 bis 3 Wochen Zeit zum Nachdenken sein? Bei wem will die Große Koalition (ohne ihre Dissidenten) mit einem formal hinreichenden, im Schnellschussverfahren durchgepeitschten Haushalt gut Wetter machen? Beim Landrat? Beim Bürger? Schwarzenbek hat mit Schnellschüssen aus der Hüfte bei nicht solide hinterfragten und ebenso finanzierten Projekten schlechte Erfahrungen gemacht, nicht zuletzt beim „Hallenbad“. Nichts gelernt? Vogel Strauß oder Augen zu und durch? 01.11.09
Eine tapfere kleine Stadt, auch Boomtown genannt, trotzte dem Angriff der weltweit agierenden gierigen Finanzhaie. Hier war die kleine Welt so in Ordnung, dass man am 10.März im Amtsblatt anläßlich der Veröffentlichung der ersten Bilanz durch den Bürgermeister und die Kämmerin titeln konnte (mußte?), selbige zeuge von der „guten Finanzlage der Stadt“. Und flugs kaufte man einen neuen Bauhof für eine siebenstellige Summe, in der Überzeugung, man müsse nur noch einige wenige finanzwirksame Zugaben machen (vielleicht tapezieren oder ein neues Türschild oder so) – und dann hätte man das Non-Plus-Ultra. Zugegeben, der alte Bauhof war ziemlich schädderig, der Sozialbereich entsprach nicht mehr den Vorschriften und eine Ausbaureserve war auch nicht vorhanden. Also, irgendwann wäre er sicher abgängig. Alternativen (Analyse der tatsächlich durch den Bauhof der Stadt zwingend zu erledigenden Aufgaben, Poolung mit anderen Gemeinden, Vergabe von Aufträgen an Private, Bau eines optimierten Bauhofs auf der Grünen Wiese, etc.) wurden freilich nicht untersucht. Vielleicht gab es Gründe, dem Eigentümer einen günstigen Preis zu machen. Jedenfalls schält sich nunmehr langsam heraus, dass es mit dem Bißchen Nachschießen für tapezieren, Türschild, etc. wohl nicht getan ist. Vielmehr könnte das ganze zu einem Fass ohne Boden werden. No problem for Boomtown! Aber was ist das? Plötzlich und natürlich völlig unerwartet (General Motors hatte schon Gläubigerschutz bekommen) brechen Gewerbesteuer und Einkommensteueranteil ein – und genauso unerwartet versagt schließlich der Landrat dem Haushalt seine Genehmigung. Nun gibt es böse Zungen, die behaupten, die Versagung käme Diesem und Jenem gar nicht so unrecht, sei womöglich gar mit Ratzeburg abgesprochen; denn dann könne man im Schnellverfahren die Stadtverordneten zu Steuererhöhungen überrumpeln. Das allerdings ist doch eher unwahrscheinlich. Rügt doch der Landrat eine ganze Anzahl von handwerklich-fachlichen Fehlern im Haushalt. Ein Sachverhalt, der in Boomtown freilich bis jetzt totgeschwiegen wird (werden muß?). Da ist guter Rat wahrlich teuer. Millionen fehlen. Da hilft nur Eins, die Rettung naht: Die Hundesteuer wird erhöht! Letztlich sei die Hundesteuer aber eine Luxussteuer, so Herr Delfs, die man ruhig erhöhen könne. Dies umso mehr, als durch das Vorhandensein zweier Tierfuttermärkte am Ort eine heftige Konkurrenz herrsche. Dadurch sei das Hundefutter billiger geworden. Schwer vorstellbar, dass ausgerechnet die Situation in der Großstadt Schwarzenbek die international tätigen Tierfutterkonzerne gezwungen haben sollte, die Preise ihrer hoch-glänzend verpackten Produkte zu senken. Hier noch ein Rat an Herrn Delfs: Konsequenter Weise sollte die Ortsgruppe der Union schleunigst nach Berlin und Kiel melden, dass Aldi, Lidl und Co. die Lebensmittelpreise mehrfach gesenkt haben und somit die „Menschensteuern“ doch kräftig erhöht werden könnten.
Freie Wählergemeinschaft fordert Ausgabendisziplin und TransparenzIn Schwarzenbek sollen`s Steuererhöhungen nun richten. Sie sind das Allheilmittel. Die Verwaltung und die in der Gemeindeordnung nicht vorgesehene Nebenregierung, jener „Sonderausschuss“, der weitgehend hinter verschlossenen Türen tagt, haben mit Großprojekten die Stadt in eine Lage gebracht, in der es nicht einmal möglich war und ist, notfalls die Reißleine zu ziehen. Gebetsmühlenartig wurde und wird wiederholt: Wir investieren in Bildung – bis zum finanziellen Ende durch Strangulation. Dabei ist doch eines klar: Bildung manifestiert sich nicht durch Ausgaben für Stahl, Beton, Glas und Aluminium, sondern in guten Curricula und in qualifizierten, hoch motivierten und motivierenden Pädagogen. Wir fordern endlich Ausgabendisziplin im Großen wie im Kleinen für die nächsten Jahre (ein Grund für die Nichtgenehmigung des Haushalts ist die vorgesehene Verschuldung in den nächsten Haushalten), kritische Überprüfung aller Großvorhaben, auch im Konjunkturpaket - so schmerzlich das sein mag - Absage jeglicher Goldrandlösungen und vor allem eines: Transparenz in Politik und Verwaltung! Dies schließt Kritik an Entscheidungen, die von eigenen Fraktionskollegen mitgetragen wurden, nicht aus; denn die Freien Wähler sind kein monolithischer Block, in dem Meinungspluralität nicht geduldet wird oder in dem nach außen vermeintliche Geschlossenheit demonstriert werden muss. |
"Veränderung der Kulturverträge":
Noch mit dem ersten Teil der konstituierenden Sitzung der Stadtverordnetenversammlung ist ein Meilenstein für die Veränderung der Kulturverträge erreicht worden: Die FWS fand die Mehrheiten, die Verträge über die Trägerschaft des Amtsrichterhauses mit der Stiftung Herzogtum Lauenburg zu kündigen. Nun hieß es, mit allen potentiellen Partnern zu sprechen. Hierzu nahm in den folgenden Monaten der Vorsitz der FWS im Kulturausschuss eine wichtige Rolle ein. Im dritten Quartal 2008 wurde dann ein für Schwarzenbek passende Lösung gefunden: Kustodin Meike Wenck übernahm gemeinsam mit dem Freundeskreis Amtsrichterhaus Schwarzenbek e.V. die Schirmherrschaft über die Kulturarbeit im Amtsricherhaus.